Methodik: Das Prinzip hinter CASE

CASE basiert auf einer einfachen Idee:
Um zu wissen, was eine Abschlussnote wirklich bedeutet, braucht man zwei Informationen.

Wie gut ist ein Abschluss im Vergleich mit den direkten Mitstudierenden?

Welche Noten wurden vor Ort konkret vergeben? Je nach Studienkontext kann eine 1,3 durchschnittlich sein. In anderen Studienprogrammen ist eine 2,0 die beste Note. Ohne programmspezifische Informationen lassen sich Noten nicht interpretieren.

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Vergleich von Studienprogrammen: Wie gut sind die direkten Mitstudierenden?

Wie kann man Studierende verschiedener Hochschulen und Studienfächer miteinander vergleichen? Wir nutzen Ergebnisse aus IQ- und Persönlichkeitstests um die Studierenden in verschiedenen Programmen zueinander zu vergleichen.

CASE Score

Das Ergebnis: Der CASE Score

Der CASE Algorithmus optimiert die Gewichtung von Notenverteilungen und Programm-Rankings. Daraus resultiert der CASE Score, das ideale Tool um Hochschulleistung fair bewerten zu können.

Arbeitgebern wird empfohlen, die fach- und hochschulspezifische Benotungspraxis bei der Einschätzung einer Prüfungsnote zu berücksichtigen. Nur dann erhalten sie ein aussagekräftiges Bild von der Leistungsfähigkeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers.

Wissenschaftsrat, 2012

Seite 9, Absatz 1, Drs. 2627-12, Hamburg 09.11.2012

CASE bietet vielseitige Erkenntnisse

Die Auswertungen von CASE haben zwei unterschiedliche Detailebenen, die Sie in allen Phasen Ihres Einstellungsprozesses bei Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen.

Detailanalyse

Zur tieferen Detailanalyse erhalten Sie für jede sich bewerbende Person einen detaillierten Bericht. Hier wird präzise aufgeschlüsselt, wie sich die Note im Vergleich zu direkten Mitstudierenden in der spezifischen Kombination aus Fach, Uni und Abschlussjahr einordnet. Weiterhin erhalten sie eine genaue Einordnung des individuellen CASE Scores relativ zu allen anderen deutschen Studierenden. Damit können Sie sicher sein, einen Abschluss so präzise und fair wie möglich analysiert zu haben.

Direkter Notenvergleich

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Gesamtübersicht

Sie erhalten eine Gesamtübersicht der von unserem Algorithmus als am leistungsfähigsten eingeschätzten Talente. Dabei werden alle Bewerbenden auf einer gemeinsamen Skala - dem CASE Score - verglichen. Diese Übersicht kann zum Beispiel im ersten Sichtungsprozess bei einer Vielzahl von Bewerbungen herangezogen werden.

CASE Score

CASE Score für Studierende

Zertifikat für Studierende

CASE bietet Studierenden und jungen Berufstätigen die Möglichkeit, die eigene akademische Leistung einordnen zu lassen.

CASE Score für Geschäftskunden

Für Unternehmen

CASE hilft Mitarbeitenden im Recruiting dabei, nach objektiven Kriterien versteckte Talente zu finden.

Wissenschaftliche Methodik


CASE nutzt moderne ökonometrische Verfahren und eine Vielzahl unterschiedlicher Datenquellen, um Hochschulabschlüsse im Kontext eines konkreten Studienprogramms zu analysieren. Wir unterscheiden dabei zwischen verschiedenen Ländern, Hochschulen, Abschlussarten, Studienfachkategorien und Abschlussjahrgängen.


Diese Daten werden in einem zweistufigen Prozess zur Erstellung des CASE Scores verwendet: Einerseits vergleichen wir die Endnote eines Abschlusses mit der Notenverteilung, die im Abschlussjahr im spezifischen Studienfeld und Abschluss an der jeweiligen Hochschule vergeben wurde. Die relative Position einer Note zu direkten Vergleichsnoten wird in einem zweiten Schritt nachjustiert, um der unterschiedlichen Leistungsdichte der Studierenden in verschiedenen Studiengängen an unterschiedlichen Hochschulen Rechnung zu tragen. Die relative Gewichtung dieser beiden Faktoren beruht dabei unter anderem auf eigenen Erhebungen, in denen bisher zum Beispiel mehr als 350.000 deutsche Studierende befragt wurden.


Momentan deckt CASE die Länder Deutschland, Vereinigtes Königreich, Spanien, Italien, Portugal, China und Indien ab. Diese Liste wird fortlaufend erweitert. Auch die innerhalb eines Landes dem CASE Algorithmus zu Grunde liegende Datenbasis wird regelmäßig erweitert. Hierdurch, aber auch bedingt durch Veränderungen in der Methodik, können sich die durch CASE vergebenen Einschätzungen in Zukunft leicht verändern. Für die Berechnungen werden darüber hinaus gewichtete Durchschnitte genutzt, die Werte von zurückliegenden Jahren miteinbeziehen. Hierdurch werden die Werte geglättet und eine Prognose hinsichtlich zukünftiger Abschlüsse ermöglicht.

Direkter Notenvergleich

Die Einschätzung der Leistungsfähigkeit innerhalb eines Studienprogramms basiert auf der Notenverteilung, die im Abschlussjahr in der jeweiligen Fachrichtung an der spezifischen Universität vergeben wurde. Die vertikale Achse zeigt die Häufigkeit an. Beispielsweise sind in Deutschland Abschlussnoten im Bereich zwischen 2,0 und 3,0 am häufigsten, weshalb sich der höchste Punkt der Grafik auch häufig dort finden lässt. Im statistischen Sinne handelt es sich um eine sogenannte Häufigkeitsverteilung. Die stetige Notenverteilung wird, wenn notwendig, mithilfe einer schrittweisen kubischen Polynominterpolation angenähert.


Ein Abschluss mit einer allgemein eher durchschnittlichen Note, der an einer Hochschule mit sehr strengem Benotungsstandard erworben wurde, wird also meist besser eingeschätzt werden, als die absolute Note vermuten lassen würde. Als Kennziffer wird hierbei herangezogen, wie häufig eine bessere Note vergeben wurde. Eine Platzierung in den Top 4% der lokalen Notenverteilung würde dementsprechend höher eingestuft als eine Platzierung in den Top 68%.


Der direkte Notenvergleich ist nicht für Abschlüsse aus allen Ländern verfügbar. Dies kann daran liegen, das rechtliche Gründe die Ausgabe programmspezifischer Notenverteilungen nicht erlauben oder weil für das Land nur Durchschnittsnoten / Standardabweichungen verfügbar sind, mit denen eine grafische Darstellung nicht sinnvoll ist. In solchen Fällen wird die Notengebung aber dennoch in die Berechnung des CASE Scores und des CASE Subject Scores mit einbezogen.

CASE Subject Score

Der CASE Subject Score erlaubt einen Vergleich zwischen Abschlüssen verschiedener Hochschulen, allerdings innerhalb der gleichen Studienfachkategorie. Im Gegensatz zu dem direkten Notenvergleich wird hier nicht allein die relative Note ermittelt. Um wirkliche Vergleichbarkeit zu erlauben, wird die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Studierenden an verschiedenen Hochschulen berücksichtigt. Dabei werden unter anderem Daten zur Intelligenz und zur Persönlichkeit der Studierenden in einem Studienprogramm, ihrer bisherigen Bildungsbiografie, dem Abschneiden in Zulassungstests / -verfahren und spätere Arbeitsmarktindikatoren genutzt.


Die Verteilung vergleicht alle Abschlussarten von verschiedenen Hochschulen, die im gleichen Fachgebiet erworben wurden. Umso weiter rechts ein Abschluss eingeordnet wird, umso besser ist die Einschätzung im Vergleich zu anderen Abschlüssen in diesem Fachgebiet. Das Ergebnis wird als Perzentil angegeben. Ein Abschluss könnte so zum Beispiel innerhalb der besten 10% aller im Bereich Maschinenbau erworbenen Abschlüsse liegen.

CASE Score

Der CASE Score erlaubt eine Einordnung in die Gesamtheit aller Hochschulabschlüsse. Hierfür wird die für den CASE Subject Score genutzte Methodik auf Hochschulabschlüsse verschiedener Fachkategorien ausgeweitet.


Die Grafik zeigt den CASE Score eines Abschlusses relativ zu allen Abschlüssen, unabhängig vom Fachbereich. Daher sind die Verteilungen dieser Grafiken für jeden Abschluss identisch. Die grafische Darstellung lässt sich dabei genauso interpretieren wie im Fall der lokalen Noten: Punkte links vom Wert des Abschlusses stellen schlechtere Werte dar, Punkte rechts des Abschlusses bessere. Die dargestellte Kurve basiert auf Millionen von Datenpunkten, die durch eine Kerndichteschätzung dargestellt werden.

Methodische Konkretisierungen für einzelne Länder

Für chinesische Hochschulen bieten wir nur Einschätzungen von Bachelor-Abschlüssen an. Ähnliches gilt für Indische Hochschulen: Hier bieten wir ausschließlich Einschätzungen von Bachelor-Abschlüssen im MINT-Bereich an. Für beide Länder werden keine Auswertungen zu lokalen Notenverteilungen angezeigt. Dennoch fließt in beiden Ländern die individuelle Note in die Berechnung des CASE Subject Scores / CASE Scores ein, da Informationen zur Notengebung in der Berechnung der Metriken genutzt werden.


Im Vereinigten Königreich werden bei Abschlüssen, die im Anschluss an den Bachelor erworben werden (postgradual), traditionell keine standardisierten Abschlussnoten vergeben. Dadurch kann ein Vergleich dieser Abschlüsse nur ohne das Notenvergleichselement stattfinden. Darüber hinaus werden bei Bachelorabschlüssen die konkreten Notenverteilungen genutzt, diese werden aber nicht angezeigt.

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